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Zum Ende meines Philosophiestudiums und zum Anfang meines Aufstiegs als Philosophenkönig

Im Januar hat mein anderes Ich sein Philosophiestudium sehr erfolgreich und vor allem mit sehr viel Spaß beendet. Die Philosophie ist nicht nur die wichtigste aller Wissenschaften der Welt. Sie ist vor allem eines: nämlich überhaupt keine Wissenschaft. Und da Wissenschaft nur was an der Uni verloren hat, ich aber kein richtiger Wissenschaftler (sondern Komiker bin), bin ich folgerichtig aus der Uni ausgetreten.
Ich mag die Uni trotzdem sehr. Man kann sie auch gar nicht nicht mögen, wenn man in Tübingen ist. Tübingen besteht zu 90% aus Uni. Der Rest ist Wald. In diesem Wald lebe ich jetzt. Es ist ein sehr schöner Wald. Ich habe mir eine Tonne gekauft und einen Laptop von Jesus (Steve Jobs) und tausend Büchern (darunter z.B. Kant, Marx und Wittgenstein). Ich ernähre mich von Gemüse, weil Gemüse sehr gut schmeckt. Und weil in Gemüse oft keine Radioaktivität ist. Das finde ich gut.
Dem Schinkenspeck habe ich „abgetan“. Ich esse ihn nicht mehr, weil in ihm Fleisch drin ist. Die Gewürze würde ich noch essen. Aber den Speck nicht. Und auch die Antibiotika, die in jedem Fleisch, das heute auf dem Markt ist, drin sind, mag ich nicht besonders. Dennoch höre ich jeden Tag nur ein Lied: Wulle Wulle Schinkenspeck. Ich habe einen Walk-Man dabei und höre das Lied den ganzen Tag im Loop-Modus. Ich möchte mich gerne an die Vergangenheit zurück erinnern, in der ich berühmt war. Berühmt durch Youtube.

Aber zurück zur Philosophie: Ich finde, das die Philosophie sehr interessant ist. In der Philosophie geht es vor allem darum, Begriffe zu analysieren, zu sezieren und in die Bestandteile zu zerlegen. Wenn man das gemacht hat, weiß man genau, worin der Begriff besteht. Z.B. der Begriff „Bier“. Bier ist einfach, das, was es halt ist, nämlich Bier.
Was wäre jetzt, wenn Bier auf einem anderen Planeten nicht aus Ethanol, sondern aus XYZ bestände? Der Planet wäre genau identisch mit unserem. Mit dem Unterschied das Bier nicht aus Ethanol bestände. Was wäre dann mit Bier? Wäre dann Bier noch Bier? Oder wäre Bier etwas anderes. Es wäre wohl nicht mehr Ethanol-Bier, sondern XYZ-Bier. Die Bedeutung von Bier liegt also nicht nur, von dem ab, was wir über Bier denken, sondern auch von dem, was Bier in Wirklichkeit ist. Das ist krass. Und ein fettes Argument für einen wissenschaftlichen Realismus.
Der Philosophie werde ich für immer verbunden bleiben. Deshalb mache ich auch jetzt nur noch philosophische Musik. Wobei – ich habe immer schon ausschließlich Philosophische Musik gemacht. Z.B. das Lied „Dönerpass“ – es ist ein kulturphilosophischer Beitrag! Wer jetzt nach diesem Text noch nicht genug von Philosophie hat, der soll einfach am 23.11. ins Sudhaus kommen. Karl Marx (Harry Kienzler) wird auch da sein.

Häns Dämpfs Anzugsponsoring

Die Musikindustrie ist in der Krise. Alle heulen rum. Keiner tut was? Doch! Einer versucht was: Häns Dämpf in oll the gässes. :D

Nein, mal ernsthaft: Wir die Häns-Dämpf-Crew haben die Köpfe gewälzt und wollen ein einmaliges Kunstprojekt starten: Mitmachen kann jeder, egal ob Privatperson, Unternehmen, Organisation oder sogar Einzelperson. Um was es geht? Häns Dämpf will bei der nächsten ausgedehnten Tournee mit einem mit winzigen (2 Quadratzentimeter) Werbebannern bespickten Anzug die Bühnen rocken. Der Witz ist, dass ein Werbebanner nur 20€ kosten soll. Die Werbewirkung aber durch diverse Print- und Blogmedien (die Südwestpresse berichtete bereits), diversen Aktionen bei den vielen Konzerten (ein Wettbewerb, wer die meisten Werbebanner erkennt!), Nennung auf der Homepage, Newsletter etc. mehr als gewährleistet ist. Wer also für 20€ einen Werbebanner (auch nur aus Fun) belegen möchte, der soll sich unter anzugsponsoring@haens-daempf.com melden. Der Platz ist begrenzt, deshalb schnell melden!

Ziel der Kunstaktion ist es, sich kritisch die Frage zu stellen, ob Musik in Zukunft kostenlos sein wird, und dafür stark beworben sein soll. Ob der Kommunismus vielleicht durch extrem kapitalistische Methoden am besten herbeizurufen ist? Oder wie soll denn Musik in Zukunft finanziert werden? Die teuren Tourneen, Studioaufnahmen, Instrument-Anschaffungen, Internetkosten? etc. etc.

Als besonderes Schmankerl zu der Aktion gibt es noch den ultimativen Häns-Dämpf-Werbe-Song, in dem man für einen Aufpreis von nochmals 30€ erwähnt wird. Also, los!!! Email bei Fragen und Anfragen an: anzugsponsoring@haens-daempf.com.

RACT! - das beste Festival aller Zeiten!

 Jedes Jahr (seit 2006 inzwischen) ist das RACT!-Festival am Anlagensee.
Über 30.000 politik- und musikbegeisterte Menschen feiern 40 Bands (u.a. Rainer von Vielen, My Baby wants to eat your pussy, Nico Suave, Trip Fontaine) und 100 Workshops. Politik mit Kultur zu verbinden, ist nicht nur die Agenda von Häns Dämpf, sondern auch von diesem Festival. Im Internet anzuschauen unter www.ract-festival.de.

Hier unsere Videos vom letzten Jahr (wir spielen übrigens um 19.45 Uhr auf der Bühne Mitte).


Musikmarkt 2.0


Die Musikindustrie ist seit über 10 Jahren in der Krise. Der Grund sind nicht einfach die CD-Brenner oder die "kriminellen" File-Sharer, sondern eine gesellschaftliche Entwicklung, die auf dem Boden einer neuen Technik (besser: mehrerer digitaler Techniken) beruht. Das Internet und seine offenen Strukturen haben den einst monopolistischen Musikmarkt komplett verändert. Ich selbst kann dem als junger Musiker, der noch kaum etwas an seiner Musik verdient hat, viel abgewinnen. Schließlich kann man heute so ziemlich ALLES mögliche an Musik auf Youtube und anderen Portalen (sofern es nicht durch die GEMA in den letzten Monaten platt gemacht wurde) konsumieren. Das ist nicht nur kulturell betrachtet ein großer Gewinn. Auch die großen Firmen müssen in ihrer Geschäftspraxis kreativer werden. Der alte Monopolmusikmarkt schrumpft stetig.
Ich will hier aber nicht missverstanden werden: Eine gute Produktion muss finanziert werden und kostet neben Studio, CD-Pressung, Proberaum etc. vor allem viel Arbeit. Deshalb ist es sicherlich falsch, dass Künstler und Musiker im Internetzeitalter kein Geld mehr verdienen sollen. Aber die Art, wie das geschieht, wird eben anders. Das Album (der Longplayer) wird durch verschiedene andere Veröffentlichungskonzepte ergänzt. Ein gutes Beispiel sind hier die Nine Inch Nails, die ihr Album (unter CC-Lizenz) frei zum Download stellten und mit einem Special-CD-Paket trotzdem Geld verdienen konnten. Ehrlich gesagt, finde ich es sogar spannend in einer solchen Zeit zu leben, in welcher es immer vielfältigere "entrepreneurial Designs" für Musik geben wird und will gerne auch meinen kleinen bescheidenen Beitrag dazu leisten.
Es ist auch falsch, dass es keine Verwertungsgesellschaft wie die GEMA mehr geben soll. Das Grundprinzip der GEMA, Musiker zu vergüten. Schließlich brauchen bekannte Künstler eine Interessenvertretung gegenüber der Werbeindustrie. Das Problem ist nur, dass die Praxis des Urheberrechts für viele Künstler (besonders für kleine) nicht sehr attraktiv ist. Die GEMA muss, wenn sie sich an die Praxis des Internets anpassen will, Kopiertechniken auch als Kunst erkennen und deshalb die Möglichkeiten für die Creative-Commons-Lizenz geben (bei Photos ist das heutzutage schon Gang und Gebe). Außerdem ist die GEMA undurchsichtig, undemokratisch und überbürokratisiert. Trotzdem, und ich will das noch einmal betonen, eine Verwertungsgesellschaft an sich ist sehr sinnvoll und es wäre unfair, wenn der Künstler z.B. im TV und Radio kein Geld bekäme, wenn Werbe- und Medienpartner kräftig daran verdienen.
Alles in allem freue ich mich aber darauf und bin sehr gespannt, wie sich das alles entwickeln wird. Myspace und Youtube sind bestimmt noch nicht das Ende der Internetgeschichte (der Musik); dafür ist diese viel zu jung!

  

Lied mit Geige (aus Endlich Mainstream, dem besten Album, das es je gab)

Liebe Freunde,
hiermit stelle ich ein Lied online, das "Im Alleingang" heißt und von meinem aktuellen Album "Endlich Mainstream" (VÖ: Okt 2008) kommt. Es ist mit einer wunderschönen Violine eingespielt und ist zur Abwechslung mal etwas Ruhigeres. Matin Kaufmann spielt in dem Lied übrigens Violine, der hat sehr viel Bart im Gesicht und studiert hauptberuflich Physik. Rock'n'Roll.


PS: Der Song ist, wie alle Songs auf dieser Homepage im Player unten oder auf Myspace.

Hip Hop ist gut

Es gibt sehr guten Hip Hop. Hip Hop ist Lyrik. Hip Hop ist Tiefe. Hip Hop ist Selbstliebe.
Ich glaube, dass die Literaturhistoriker über Bands wie Blumentopf oder Freaks wie Flowin' Immo einmal so schreiben werden, wie heute über Goethe und Schiller geschrieben wird. Letztere finde ich übrigens eher langweilig, weil ich die Sprache nicht mehr verstehe. Vielleicht nicht mehr verstehen kann. Kant liegt mir übrigens mehr als Goethe, ich empfinde ihn als viel eingängiger.
Es gibt eine Menge von verschiedenen Richtungen und ich bin nicht in der Lage das alles zu verstehen, was es für Ausprägungen insbesondere im deutschen Hip Hop gegeben hat. Ende der 90er, bis Anfang dieses Jahrzehnts gab es einen regelrechten Hype. Und wie das immer so ist bei Hypes, entscheidend ist das, was übrig bleibt, die Spreu, die sich vom Weizen trennt; das was nachhaltig produziert wurde und nicht das, was die Plattform nur als Trittbrett benutzt hat. Aber es gibt natürlich auch Pioniere, die nie einen großen Batzen abbekommen haben (Cora E.?). So kompliziert ist die Welt. Gerecht und ungerecht zugleich. Dendemann z.B. hat's geschafft. Oder nehmen wir Jan Delay - der hat mich mit seiner Band auf dem Southside letztes Jahr regelrecht umgehauen, so geil war dessen Konzert (vor allem dessen Band ist der absolute HAMMA).
Dagegen finde ich frauenfeindliche Musik jeder Couleur ziemlich schrecklich, verachtenswert. Und noch schlimmer finde ich, dass menschenfeindlicher Hip-Hop auch in den Clubs eine Plattform bekommt und bekommen hat, die eigentlich einen alternativen Anspruch haben. Das beste ist solche menschenverachtende Musik, die zur Zeit (oder vielleicht ist das auch wieder vorbei?) von vielen Jugendlichen gehört wird, einfach nicht groß zu erwähnen. Drüberzustehen und gleichzeitig auszuknocken. Und das geht am besten mit guten Inhalten.

Z.B.:




Frohe Ostern (schon für nächstes Jahr),
wünscht
EM SIE DIE TSCHÄI "wike wike" HÄNZ


PS: Ich mache auch Hip-Hop. Trash-Hip-Hop, oder so ;).

Musik ist gut!

Und weil Musik gut ist, habe ich jetzt unten in dem Player, auf der Leiste unten halt, Musik eingefügt! Das war aber noch nicht alles. Schaut doch einfach mal bald mal nochmal drauf, dann gibt's NEW STUFF! :);) :D

Oder findet ihr Musik eher scheiße? Oder gut?
Was meint ihr?
Soll ich überhaupt noch weiter Musik machen?

Musikmesse 2009 (kleine Instrumentenkunde)

Ein klitzekleines Video über meine Erfahrungen auf der Musikmesse!

Schließlich lernt man nie aus!

Danke!
Euer HÄNZ

Kabel BW Nachtrag

Juhu, heute hat Kabel BW den ganzen Vorgang fallen lassen. Was lernt man daraus? Immer auf Ernst Bloch hören, auf seine Rechte pochen und immer weiter kämpfen (YES, WE CAN!).
Trotzdem wechsele ich den Interne-Anbieter nach dem Stress. ;)

Brauchsch Problem? Häh?

Unter www.needaproblem.com kann man sich für günstiges Geld Probleme kaufen! Schon ab 1€ geht es los, für 5.000€ gibt’s dann das fast unlösbare Problem. Eine unglaublich gute Idee. Leider habe ich oft selbst Probleme (Wie füge ich bei Myspace eine Leerzeile in meine Texte ein? Wie spiel ich mein Instrument so gut, wie der Bayer aus meiner Band? Wie küsse ich meinen Ellbogen? Warum versteht Lothar Matthäus die Quantentheorie immer noch nicht? etc.).

Naja, aber vielleicht sollte ich trotzdem mal das Einsteiger-Problem („triviales Problem“) testen und mich dann langsam hocharbeiten. Die Seite ist übrigens von zwei Schweizern entwickelt worden und die Schweiz war schon immer ein bisschen so wie eine zweite Heimat für mich. Ricola, die Berge, Äpfel mit Löchern, Raclette und Steuerhinterzieher, die Langsamkeit – alles Innovationen, von denen wir Deutsche noch Jahre zehren werden!