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Musikmarkt 2.0Die Musikindustrie ist seit über 10 Jahren in der Krise. Der Grund sind nicht einfach die CD-Brenner oder die "kriminellen" File-Sharer, sondern eine gesellschaftliche Entwicklung, die auf dem Boden einer neuen Technik (besser: mehrerer digitaler Techniken) beruht. Das Internet und seine offenen Strukturen haben den einst monopolistischen Musikmarkt komplett verändert. Ich selbst kann dem als junger Musiker, der noch kaum etwas an seiner Musik verdient hat, viel abgewinnen. Schließlich kann man heute so ziemlich ALLES mögliche an Musik auf Youtube und anderen Portalen (sofern es nicht durch die GEMA in den letzten Monaten platt gemacht wurde) konsumieren. Das ist nicht nur kulturell betrachtet ein großer Gewinn. Auch die großen Firmen müssen in ihrer Geschäftspraxis kreativer werden. Der alte Monopolmusikmarkt schrumpft stetig. Ich will hier aber nicht missverstanden werden: Eine gute Produktion muss finanziert werden und kostet neben Studio, CD-Pressung, Proberaum etc. vor allem viel Arbeit. Deshalb ist es sicherlich falsch, dass Künstler und Musiker im Internetzeitalter kein Geld mehr verdienen sollen. Aber die Art, wie das geschieht, wird eben anders. Das Album (der Longplayer) wird durch verschiedene andere Veröffentlichungskonzepte ergänzt. Ein gutes Beispiel sind hier die Nine Inch Nails, die ihr Album (unter CC-Lizenz) frei zum Download stellten und mit einem Special-CD-Paket trotzdem Geld verdienen konnten. Ehrlich gesagt, finde ich es sogar spannend in einer solchen Zeit zu leben, in welcher es immer vielfältigere "entrepreneurial Designs" für Musik geben wird und will gerne auch meinen kleinen bescheidenen Beitrag dazu leisten. Es ist auch falsch, dass es keine Verwertungsgesellschaft wie die GEMA mehr geben soll. Das Grundprinzip der GEMA, Musiker zu vergüten. Schließlich brauchen bekannte Künstler eine Interessenvertretung gegenüber der Werbeindustrie. Das Problem ist nur, dass die Praxis des Urheberrechts für viele Künstler (besonders für kleine) nicht sehr attraktiv ist. Die GEMA muss, wenn sie sich an die Praxis des Internets anpassen will, Kopiertechniken auch als Kunst erkennen und deshalb die Möglichkeiten für die Creative-Commons-Lizenz geben (bei Photos ist das heutzutage schon Gang und Gebe). Außerdem ist die GEMA undurchsichtig, undemokratisch und überbürokratisiert. Trotzdem, und ich will das noch einmal betonen, eine Verwertungsgesellschaft an sich ist sehr sinnvoll und es wäre unfair, wenn der Künstler z.B. im TV und Radio kein Geld bekäme, wenn Werbe- und Medienpartner kräftig daran verdienen. Alles in allem freue ich mich aber darauf und bin sehr gespannt, wie sich das alles entwickeln wird. Myspace und Youtube sind bestimmt noch nicht das Ende der Internetgeschichte (der Musik); dafür ist diese viel zu jung! Leave Comment: |


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in diesem Sinne: Man kann es niemanden recht machen aber man kann sein Bestes geben.
mfG Charles (suomainen bei Youtube & als Time-Collapse bei DeviantArt)
